Tourengruppe
Sommer
Tourenstatus
Durchgeführt
Datum
8.8.2025 - 10.8.2025 [Fr.-So.]
Anmeldung ab
keine Einschränkung
Anmeldeschluss
02.08.2025
TourenleiterIn
Berno Meister
Zus. TourenleiterInnen
Tim Studer
Tourencode
HT/B/L - WS
Beschreibung

Provisorisch:
Freitag Anreise in Bächlitalhütte (je nach Motivation evtl. aufwärmen mit Alplistock oder Erholen an den Seelein).
Samstag Gross Diamantstock und danach Überschreitung zur Gaulihütte
Sonntag Ausstieg (mit Optionen) und Heimreise.
Details folgen

Maximale Teilnehmer
4
Aufstiegszeit
ca. 5h
Höhendifferenz
900
Unterkunft
SAC Hütten

Hochtour Gross Diamantstock

Autor
Berno Meister
Erstellt am
15.08.2025 20:18
Letzte Änderung
15.08.2025 20:18
Tourenbericht

Dieses Jahr habe ich gemäss Feedback die Tour wieder von Freitag bis Sonntag und im ähnlichen Charakter; Gletscher kombiniert mit „Kraxelei“ geplant.
Am Freitag ging es vom Räterichsboden über den Staudamm in den Hüttenaufstieg. Unterhalb der Bächlitalhütte mäandert der Bach schon sehr verlockend über eine herrliche «Minihochebene» mit schönen Sandpartien welche eigentlich zum Baden einluden. Leider hatten wir ja unsere Arbeit noch vor uns, so dass wir ohne baden nach einer Genuss-Pause bei der Hütte ankamen. Kurzes „Einpuffen“ und ein kleines Mittagessen nach Bedarf. Danach gingen wir in den „Sektor A“ um uns für den Samstag fit zu trimmen.
Die obligate Seilhandhabung; Anseiloptionen, Langes, kurzes Seil etc. Tim hat uns auch noch die Kommandos im Klettern und einige weitere Tricks verraten. Nach zwei Trainingsläufen einer Mikroseillänge mit 2 Personen Nachsichern und jeweiligem Abseilen war es dann Zeit für das verdiente Bad im Hüttensee. Wunderbare Abkühlung und warme Steine zum Trocknen. Nach dem Nachtessen ging es bald ins Bett.
Um 4:45 haben wir uns noch im Dunkeln auf den Weg gemacht. Nach diversen Gröll und Gletscherpassagen (gut begehbar ohne Steigeisen und Seil) ging es dann über den Firn zum Einstieg in die Ostflanke. Da wir sowieso früher oder später anseilen mussten, haben wir ab hier die Seilschaften gebildet. Am Anfang noch relativ steil ging es dann eher wenig ansteigend links traversierend hoch zum Grat.
Von da manchmal auf und manchmal links vom Grat bis zum Gipfel. Da vermutlich relativ viele vom Ostgrat an der Flanke des Westgrates zurückgehen und dann über die Ostflanke abseilen, war der «Pfad» unterhalb des Grates relativ prägnant mit Steinmännchen gekennzeichnet. Auf dem Rückweg zwar hilfreich, war es auf dem Hinweg schwierig zu erahnen wann man wieder auf den Grat konnte/sollte und wann umgehen die bessere Variante war. Letztendlich war die eine Seilschaft mal oben und die andere unten und dann wieder umgekehrt. Aber alle habe es zum Gipfel geschafft. Durch das ewige Orientieren, leider schon etwa 60-90 min später als ich geplant hatte.
Nun ging es zurück zur Oberi Bächlilicken wobei uns der letzte Steilabfallende Teil dann nochmals einiges an Zeit gekostet hat. Aus unserer Sicht eher bedingt 2c.. aber vielleicht auch wie im Portal beschreiben, weil der Einstieg in den «Pfad» der Nordwestflanke schwer einsehbar ist von oben. Wie auch immer, wir habe es gemeistert und sind dann auf den Hiendertelltigletscher runter und haben uns den Weg ins Tal gesucht. Mit ein paar spannenden Passagen und Steigeisen an und ab und wieder an, kamen wir dann doch einiges verzögert ins Tal. Man muss dazu sagen, dass die Verhältnisse nicht mehr viel mit der Karte zu tun haben. Dort wo man eigentlich einen gemütlichen «Gletschergwaggel» erwarten würde, sind nun Schutthaufen, Brüchige Schneefelder oberhalb Gletscherschründe und steile Eis/Fels Passagen. Da der Zeitpunkt fürs Nachtessen eh schon verpasst war, haben wir uns dann ein kühles Bad im Gouwlisee nicht entgehen lassen. Danach ging es leider nochmals 200hm runter ins zwischen Tal und wieder rauf in die Hütte wo wir ca 20:30 angekommen sind.
Nach dieser langen, aber trotzdem schönen, abwechslungsreichen Tour haben wir dann um 21Uhr das Nachtessen erhalten und bald nach dem Dessert waren alle im Bett.

Den Sonntag gingen wir dann etwas gemütlicher an. Obwohl wir mal um 7 Frühstücken wollten, war davon im Schlafsaal noch wenig zu erkennen. Wie auch immer es war eine verdiente Ruhepause.
Um 8:45 oder dann doch etwas später… sind wir über den Kettenweg zurück zum Gouwlisee und dann an den Wasserfällen vorbei ins Tal. Ein, wie ich finde, wirklich lohnenswerter Umweg ins Tal. Die Wasserfälle schiessen imposant in den Himmel.
Natürlich war uns auch in der Mittagspause ein kühles Bad nicht vergönnt. Mit mehreren Blaubeeren- und Wasser-Pausen kamen wir pünktlich im Urbachtal an, wo uns das Taxi die letzten Meter nach Meiringen brachte.
Nach einem kurzen «Debriefing» und einem kühlen Getränk haben wir uns Verabschiedet und den ÖV zurückgereist.
Mittlerweile sind wieder alle gesund zuhause angelangt.
Ich danke insbesondere Tim für seine Unterstützung sodass wir 2 zusätzliche Teilnehmer mitnehmen konnten. Zudem natürlich allen Teilnehmern für die Unterstützung, die Geduld, das Trinkgeld und für die strengen, schönen, spannenden, gemütlichen Stunden.
15.8.2025
Berno

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