Tourengruppe
Sommer
Werktagstouren
Tourenstatus
Durchgeführt
Datum
1.7.2026 - 4.7.2026 [Mi.-Sa.]
Anmeldung ab
26.10.2025
Anmeldeschluss
30.06.2026
TourenleiterIn
Stefan Leu
Tourencode
AW/A/T3
Weitere Angaben
Tourenwoche
Beschreibung

Vom Berner Oberland startet die Etappe in Gsteig bei Gstaad und führt auf alten Säumerpfaden über den Col du Sanetsch – einem historischen Passübergang ins Wallis. Dabei erhält man eine grandiose Panoramasicht auf die Walliser Alpen und die Gletscherwelt der Les Diablerets.
Der Sanetsch-Muveran-Weg beginnt im Saanenland und führt am ersten Tag auf den Col du Sanetsch, historischer Passübergang vom Berner Oberland ins Wallis. Dominierendes Landschaftselement sind auf der zweiten Etappe die vergletscherten «Teufelsberge», Les Diablerets, und die Karrenfelder von Tsanfleuron während der Weg steil hinab zieht ins Bergsturzgebiet von Derborence mit seinem See und dem verwunschenen Urwald, der in drei Jahrhunderten herangewachsen ist.
Eine tolle Tourenwoche, die unvergessliches Bergerlebnis garantiert!

Übernachtungen:
Cabane de Prarochet CAS
Refuge du Lac de Derborence
Cabane Rambere CAS

Zudem gibt es weitereInfos unter:
https://schweizmobil.ch/de/wanderland/route-82/etappe-1

Quelle: SchweizMobil

Minimale Teilnehmer
2
Maximale Teilnehmer
6
Treffpunkt
Bahnhof Schaffhausen
Verkehrsmittel
ÖV
Ausrüstung
gemäss Packliste
Verpflegung
Hütten und Rucksack
Unterkunft
wie oben beschrieben
Kosten
folgt

Vom Berner Oberland ins Wallis. Die Route 82

Autor
Stefan Leu
Erstellt am
04.07.2026 14:47
Letzte Änderung
06.07.2026 10:17
Tourenbericht

SAC Randen – Viertagestour auf der Route 82 vom 1. bis 4. Juli 2026

Die Viertagestour führte vier Teilnehmende auf einen besonders eindrücklichen Abschnitt der nationalen Route 82 – dem Alpenpässe-Weg. Von der Sanetschregion über Derborence bis nach Ovronnaz erwarteten uns abwechslungsreiche Landschaften, anspruchsvolle Bergwege und drei gemütliche Hüttenübernachtungen. Das Wetter zeigte sich zu Beginn von seiner launischen Seite, meinte es danach aber ausgesprochen gut mit uns.

Mittwoch, 1. Juli – Ein nasser Start mit versöhnlichem Ende

Nach der Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln von Schaffhausen nach Gsteig bei Gstaad begrüssten uns Regen, Gewitter und wenig einladende Wolken. Mit der Luftseilbahn erreichten wir den Sanetschsee und beobachteten das Wetter aufmerksam. Unsere Geduld wurde belohnt: Bereits nach rund einer Stunde verzogen sich die Gewitterzellen, und wir konnten die Tour bei trockenen Verhältnissen in Angriff nehmen.

Von der Passhöhe führte unser Weg rechts hinauf durch die faszinierende Karstlandschaft. Die schroffen Kalkfelsen, die zerfurchten Karrenfelder und die beinahe vegetationslose Umgebung verliehen diesem Abschnitt einen ganz besonderen Charakter. Die Route war abwechslungsreich und bot immer wieder schöne Ausblicke, bevor wir nach 8,8 Kilometern und rund 640 Höhenmetern die Cabane de Prarochet erreichten. Beim gemeinsamen Nachtessen war die anfängliche Wetterunsicherheit längst vergessen.

Donnerstag, 2. Juli – Über die Route 82 nach Derborence

Der zweite Tourentag stand ganz im Zeichen der Route 82. Auf 12 Kilometern erwarteten uns 581 Höhenmeter Aufstieg und 1’160 Höhenmeter Abstieg. Schon bald erreichten wir eine kurze, aber ausgesetzte Schlüsselstelle. Sie verlangte volle Konzentration und sicheres Gehen. Alle meisterten diesen Abschnitt ruhig und souverän.

Anschliessend führte uns der Weg durch eine eindrückliche Berglandschaft hinunter nach Derborence. Besonders beeindruckend war das riesige Bergsturzgebiet. Kaum vorstellbar, welche gewaltigen Felsmassen hier vor über 250 Jahren ins Tal donnerten und die Landschaft für immer veränderten. Heute bildet dieses Gebiet mit seinem See und dem ursprünglichen Wald eines der eindrucksvollsten Naturgebiete der Schweiz.

Den Abend liessen wir im Refuge du Lac de Derborence direkt am See ausklingen – ein wunderbarer Ort, um die Erlebnisse des Tages Revue passieren zu lassen.

Freitag, 3. Juli – Die Königsetappe

Mit Respekt nahmen wir am Morgen die längste und anstrengendste Etappe in Angriff. Auf 11 Kilometern warteten rund 1’416 Höhenmeter Aufstieg auf uns. Dank angenehmer Temperaturen kamen wir gut voran.

Die Landschaft wechselte laufend: Wald, Alpweiden, Felsbänder und schliesslich hochalpines Gelände sorgten dafür, dass die Tour nie eintönig wurde. Einen besonderen Eindruck hinterliess unsere Einkehr auf der Alp Dorbon. Wir wurden ausgesprochen herzlich empfangen und bestens bewirtet – Begegnungen wie diese gehören zu den schönsten Erinnerungen einer Bergtour.

Mit jedem Höhenmeter wurden die Ausblicke eindrucksvoller. Am späteren Nachmittag erreichten wir die auf 2’586 Metern gelegene Cabane Rambert. Die Terrasse mit ihrer grandiosen Aussicht lud geradezu dazu ein, den langen Tourentag bei einem Getränk ausklingen zu lassen.

Samstag, 4. Juli – Ein früher Abschluss

Da für den letzten Tag hohe Temperaturen angekündigt waren und wir den grossen Wandererströmen zuvorkommen wollten, starteten wir bereits früh am Morgen. Im ersten Tageslicht stiegen wir nach Jorasse ab und genossen noch einmal die Ruhe der Berge.

Mit der Sesselbahn ging es anschliessend bequem nach Ovronnaz. Von dort traten wir mit Bahn und Bus die Heimreise über Visp, Bern und Zürich nach Schaffhausen an.

Rückblick

Die Route 82 hat ihrem Namen als Alpenpässe-Weg alle Ehre gemacht. Sie verbindet eindrucksvolle Natur mit abwechslungsreichen Bergwegen und führt durch Landschaften, die unterschiedlicher kaum sein könnten: die karge Karstwelt am Sanetsch, das geschichtsträchtige Bergsturzgebiet von Derborence und die aussichtsreichen Höhen oberhalb des Rhonetals.

Besonders erfreulich war, dass wir die gesamte Tour ohne Zwischenfälle durchführen konnten. Die gute Stimmung in der Gruppe, das rücksichtsvolle Miteinander und das stabile Wetter nach dem verregneten Auftakt trugen wesentlich zum Gelingen dieser vier Tage bei.

Alle vier Teilnehmenden kehrten gesund, zufrieden und mit vielen schönen Erinnerungen nach Hause zurück.

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